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Führung im Kunstmuseum "Pilger & Wallfahrer"


Museum Dettelbach Pilger & Wallfahrer

Führung durch das Kunstmuseum "Pilger & Wallfahrer" im KuK.Dettelbach

Erst im Näherkommen erschließt sich der, inmitten der Stadt Dettelbach gelegene Komplex mit dem ältesten, 1487 errichteten Bürgerhaus der Stadt, zu dem ein markanter Neubau den Kontrapunkt bildet. So spannt sich mit den Baukörpern selbst der Bogen zwischen prägender Vergangenheit und lebendiger Gegenwart, der ein grundlegender Aspekt in den vom Kunstreferat der Diözese konzipierten und eingerichteten Museen ist. Dieser Bogen wird in der Präsentation der Objekte aufgegriffen, die sich in den Zeitraum vom Mittelalter bis Heute ordnen. Das Bürgerhaus und der Querbau bieten dazu 335 Quadratmeter Fläche auf zwei Stockwerken. Bewusst wurde bei der Einrichtung des Museums auf die Kraft und Wirkung von originalen Kunstwerken und Objekten vertraut. Sie sind der Großzügigkeit vieler Leihgeber und Stifter zu verdanken sowie den Beständen der Kunstsammlung der Diözese Würzburg und dem Besitz der Stadt Dettelbach. Die Thematik "Pilger und Wallfahrer" ist dem Charakter Dettelbachs als Heimat der bedeutendsten, nach wie vor blühenden Marienwallfahrt des Bistums Würzburg verpflichtet, die seit über 500 Jahren das Leben in der Stadt mitprägt. Die Überzeugung von der Existenz besonders ausgezeichneter heiliger Orte und des verdienstvollen, weil beschwerlichen Wegs dorthin, um Heil für Seele und Leib zu erfahren ist eine allgemein menschliche Grundhaltung. Bildbelege dafür sind die Gemälde mit dem Traum Jakobs von der Himmelsleiter oder die Pilgerschaft in Kontext biblischer Szenen, die sich im ersten Raum befinden. Seit dem Mittelalter ist der Pilger Sinnbild der ruhe- und heimatlosen menschlichen Existenz in der Nachfolge Christi auf dem Weg hin zur himmlischen Heimat. Dieses Bild zur Deutung menschlicher Erfahrungen greifen auch viele Künstler der Gegenwart auf.


Schuhe und Wege

Ein besonderer Augenfänger des Museums Dettelbach ist die Vitrine, in der gehäufelt getragene Schuhe ausgestellt sind. In einem Aufruf war dazu angeregt worden, Schuhe, die auf Pilgerreisen oder Wallfahrten getragen worden waren, dem Museum zur Verfügung zu stellen und zu diesen Schuhe ihre Geschichte mitzuteilen.

Mit diesen Schuhen waren ihre Besitzer auf dem Sinai unterwegs oder sie sind mit ihnen auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela zum Grab des Apostels Jakobus gelaufen und, oft vielmals, zum Kreuzberg, nach Walldürn, nach Rengersbrunn oder auch nach Dettelbach. Der Erhaltungszustand lässt die Strapazen des Weges erkennen.

Die Vitrine bietet noch Platz für viele weitere Schuhe, an die sich Geschichten und Erinnerungen vom Unterwegssein knüpfen



Hier wird Ihnen die Führung vermittelt:




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