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Echters Protestanten - Ein überraschendes Phänomen


Das Kuk Dettelbach zeigt die vom Universitätsarchiv Würzburg veranstaltete Ausstellung "Echters Protestanten"
Ohne Protestanten sähe das von Julius Echter maßgeblich geprägte Dettelbach anders aus. Das dokumentieren vom 14. April bis 2. Mai 2018 im Kultur- und Kommunikationszentrum (KuK) Dettelbach die 15 Schautafeln der von der Universität Würzburg veranstaltete Ausstellung "Echters Protestanten. Ein überraschendes Phänomen".
Nach der Neuen Universität am Sanderring in Würzburg, der Evangelischen Stadtkirche Kitzingen und der Kilianskirche in Bad Windsheim ist das KuK bereits die vierte Station der Wanderausstellung, die anlässlich des 400. Todestages Julius Echters am 13. September 2017 konzipiert wurde. Die Leitung des Projekts lag bei Professor Dr. Wolfgang Weiß, als Kurator der von Universitätsarchivar Dr. Marcus Holtz betreuten Ausstellung fungierte Stefan W. Römmelt.
Die Viten der lutherischen und calvinistischen Juristen, adeligen Amtmänner, Künstler und Kunsthandwerker und des Leibarztes Julius Echters belegen, dass Fürstbischof Julius Echter die Protestanten nicht nur aus seinem Territorium vertrieb, sondern auch mit ihnen kooperierte, wenn es seinen Vorstellungen entsprach.
So spielten im Kunstleben Unterfrankens zur Echterzeit lutherische Künstler wie die Bildhauer Michael Kern aus dem hohenlohischen Forchtenberg am Neckar und Georg Brenck der Ältere aus der mit dem lutherischen Nürnberg eng verbundenen Freien Reichsstadt Windsheim eine wichtige Rolle.
Leicht süffisant schrieb der Kunsthistoriker Leo Bruhns 1923 in seinem klassischen Werk über die Würzburger Bildhauer der Renaissance und des werdenden Barock: "Gleich Kern war auch Brenck kein Untertan des Bischofs, gleich jenem war auch er Protestant und ließ sich doch auch von katholischen Bestellern zu sehr katholischen Zwecken beschäftigen." 
Für Dettelbachs Kunstgeschichte ist Michael Kern von besonderer Bedeutung: Der Bildhauer schuf 1612/13 zusammen mit dem gleichfalls lutherischen Steinmetz Peter Meurer aus Kitzingen das Westportal der Wallfahrtskirche "Maria im Sand", der wichtigsten "Staatswallfahrt" der Echterzeit. 1626 / 1627 verewigte sich Kern in der Dettelbacher Wallfahrtskirche mit einem Selbstporträt als Kanzelträger der Wurzel-Jesse-Kanzel. Ein überraschendes Phänomen, das den Pragmatismus des Fürstbischofs und seiner protestantischen "Auftragnehmer" beweist.
Stefan W. Römmelt
 



Kurator Stefan W. Römmelt und die Stadt Dettelbach laden herzlich zu einer Führung durch die Ausstellung ein: 


Samstag, den 21.04.2018 um 14.00 Uhr im KuK.Dettelbach 

 


 






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97337 Dettelbach

Tel.: 0 93 24 / 304 - 0
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nachmittags nach Vereinbarung
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